Sonntag, 1. Mai 2016

Schiffstaufe und ansegeln

Gestern war mein D-Day.
Nach der Flaggenparade am Flaggenmast des Vereins wurden dieses Jahr 2 Boote getauft. Für mich war es die 1. Taufe. So folglich war ich überwältigt von der zahlreichen Anteilnahme an der Zeremonie von Seiten der VereinskamerdInnen. Viele standen an der Kaimauer und lauschten den Worten unseres Pastors Gerhard und des 2. Vorsitzenden Helmut. Nach ein paar Worten von mir bekam die Bugspitze eine kleine Sektdusche und das C26 den Namen Celia. 
Wie auf dem Foto zu sehen ist, habe ich noch eiligst anstelle der aneinander geknüpften Signalflaggen eine Flaggenleine bei Amazon besorgt. Ist nicht stilecht, aber wann brauch ich mal einen Signalflaggensatz. Das Boot war geschmückt, die Teilnehmer wurden verpflegt und so hatten wir eine gemütliche Kurzweil bei 8 Grad, stärker Bewölkung und sehr wenig Wind. Aber nach den letzten Wochen waren wir alle froh, dass es weder schneit noch stürmt. 
Trocken ging es dann auch anschließend gleich auf die kleine und große Breite der inneren Schlei. 
Zum Abschluss trafen sich alle Teilnehmer abends noch im Restaurant oben im Wikingturm zum gemeinsamen Essen.
Nice Day!

Samstag, 16. April 2016

Saison eröffnet

Ich habe (fast) fertig. Heute war Abslippen bei der Schleswiger Segel Kameradschaft (SSK). Wie man sich denken kann, waren die letzten Wochen sehr ereignisreich.
Aber eins nach dem andern:
Die Fenster konnten endlich eingebaut werden, da sich zu Ostern frühlingshafte Temperaturen einstellten.
Zunächst habe ich die zu bekleben den Flächen mit einem Primer eingestrichen.
Nachdem der Primer abgefunden hatte, habe ich die GfK Flächen mit Sikaflex 291i abgespachtelt, damit kein weißes GfK durch die getönten Scheiben durchscheint.
Dann noch eine dicke Wulst Sika Flex zum einkleben aufgetragen und schon konnten die Scheiben eingeklebt werden.
Nach dem abbinden des Klebers musste (nur noch) das Kreppband entfernt werden. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass ich nie wieder Kreppband über Winter kleben lasse. Das "nur noch" wird also bei anderen Vorhaben nicht mehr in Klammern stehen. 

Auch der Echolot- Geber konnte bei Temperaturen größer 10 Grad endlich eingeklebt werden. Die Vorbereitung des Einbaus habe ich bereits im Winter gemacht.



(Kernbohrung. Die Schweden haben wohl damals Angst gehabt, dass die C26 bei Grundberührung gleich Leck schlägt und haben lieber ein paar Zentimeter mehr GFK auflaminiert)

(Ich hatte nur noch weißes Sika. Damit die Fische keinen Streß bekommen, habe ich da noch Antifouling drauf gestrichen)

Als nächstes war der Klapppropeller dran. Nachdem ich ihn mit einer Messingdrahtbürste von scandinavischen Pockenüberresten befreit hatte, bekam er eine dicke Schicht Penatencreme als Pockenschutz verpasst. Eigentlich nimmt man wohl Pockenfett, aber Penaten soll es auch bringen. Wir werden sehen. Zudem bekamen die von Arbeit am Boot geschundeten Hände etwas Intensivpflege.

In der letzten Woche ging es dann als Krafttraining: Nachdem das Boot ordentlich geschrubbt wurde, kam die Poliermaschine zum Einsatz, welche sich beim Bootskauf mit an Bord befand ( incl. Diverser Politur- und Wachs-Flaschen). Alles von Biltema
Das Ergebnis:
Leider sieht das Deck nicht so glatt aus. Da muss ich noch dran arbeiten.
Auch den Vire12 holte ich aus dem Winterschlaf. Dank aufgeladener Batterie knatterte der Schiffsmotor nach längerem orgeln dann doch noch munter vor sich hin.
Gestern habe ich dann das Boot reisetauglich gemacht.
Die neuen Gurte (8m, 4T) habe ich übrigens für 10€ das Stück im Internt gekauft (im hiesigen Baumarkt 35,95€!)
Beim ortsansässigen Landhandel habe ich dann das Boot gewogen: da der Trailer mit 440 kg eingetragen ist und wir nur die Stützen verlängert haben, habe ich mal grob 500kg für den fahrbaren Untersatz gerechnet. Die geeichte Waage zeigte dann aber exakt 2500kg an. Also wiegt die C26 ohne Baum, Kicker und Segel sowie Putt&Pann 2.000kg, obwohl es mit 1.500kg beschrieben ist. Also stimmt mal wieder die Faustformel: Eingetragenes Gewicht + 1/3 = Tatsächliches Gewicht. 
Vielleicht wurde damals Motor und Rigg nicht mitgerechnet.
Heute dann das slippen und Mast setzen 
Jetzt noch innen die Verkleidung anbauen, Segel und Baum anschlagen und los geht der Spaß (endlich)





Montag, 28. März 2016

Plotter-Tablet

Schon in Schweden hatte ich mir zur Überführung der C26 nach Hause für mein iPad Nacionics heruntergeladen und bei SeaSea in Björlanda kile eine wasserfeste Hülle gekauft. Aber wie schon im Blog berichtet, mußte ich lernen, dass ein Wi-Fi-iPad kein GPS hat. Zum Glück funktionierte Navionics schon letztes Jahr auch auf dem iPhone, sodass der elektronischen Navigation nichts im Wege stand.
Diesen Winter legte ich mir nun ein günstiges Tablet zu, um in der kommenden Saison nicht ständig auf den Papierkartensatz angewiesen zu sein. Hier habe ich mir bei der letztjährigen Hanseboot beim Stand von Delius Klasing den Satz 1 gekauft. Gratis obendrauf gab es Navigations-App für Tablets "Yacht-Navigator" für ein Jahr. Diese ist im Vergleich zum Branchenprimus Navionics nicht so umfangreich ausgestattet, aber bevor ich 80€ hinlege für den Bestseller, werde ich zunächst einmal testen, ob die DK-Software für meine Zwecke vielleicht ausreicht. 
Um jedoch ein Tablet als Kartenplotter an Bord verwenden zu können, ist mehr notwendig, als einfach nur die Software zu laden und den Tiefgang einzugeben.
5 Eigenschaften fehlen in der Regel dem Tablet: 
1.Gute Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung
2. Gefahr der Abschaltung bei großer Hitze
3. Wasserdichtigkeit
4. Feste Installation im Cockpit
5. Ausreichend Akkuleistung

Die ersten beiden Punkte kann ich zur Zeit noch nicht beeinflussen. 
Für den Rest habe ich mir die o.g. wasserfeste Hülle incl 4-Loch-Rasterhalter (Richter-Adaptersystem), eine Halterung hierfür, ein USB-Ladekabel mit Winkelstecker und eine kräftige Powerbank zulegt.
Da die Hülle keinen Extra-Zugang für mein Ladekabel hat, musste ich hierfür an der Rückseite ein Loch bohren. Als Zugentlastung machte ich einen Knoten ins Kabel, nachdem ich den Winkelstecker durchgeführt hatte. Abgedichtet habe ich das Loch mit einem Rest des Karosseriebandes von der Holepunktschienenmontage (http://comfort-26.blogspot.com/2016/03/holepunktschienen.html).
Die Halterung habe ich an der Cockpitwand angeschraubt und fertig ist die Montage.
Lediglich brauche ich noch einen trockenen Platz für die Powerbank. Ich dachte an eine Kletttasche an der Kajütwand von innen, da das Ladekabel 100cm lang ist.




Nachtrag 19.02.2017:

Nach einer Saison hier eine Bilanz:
Nachdem ich ein paar mal draußen war, habe ich ganz schnell auf Navionics umgestellt, da die Darstellung bei Yacht_Navigator nicht für den Gebrauch bei Tage geeignet ist, zumindest nicht auf meinem Tablet.
Die Powerbank funktioniert sehr zuverlässig als Batterie-Backup. Ist auch notwendig, denn die Batterie des Tabelt ist nach 3h schon leer gelutscht, wo sie bei normalem Betrieb zuhause locker 5-7h aushält. Mit Powerbank bin ich noch nicht an die Kapazitätsgrenze angelangt. Im Fall, dass die Powerbank nicht mehr reicht, kann ich immer noch mit einer USB-Verlängerung an den Zigarettenanzünder des Bootes andocken. Funktioniert.

Samstag, 26. März 2016

Holepunktschienen

Heute waren die Holepunktschienen dran. Diese hatte ich bereits im Herbst abmontiert, da sie unter Verdacht standen, für die nassen Polster in der Kajüte mindestens eine Mitschuld zu tragen. Beim Abbau zeigten sich im Bereich der Befestigungslöcher rudimentäre Reste einer Substanz, die von der Konsistenz und Farbe auf Silikon hindeuten würde. Neben dem Silikon fanden sich auch kristalline Verbindungen in den Hohlräumen unter den Schienen. Ob es sich hier Abbauprodukte der Reaktion zwischen essigsauren Silikon und GFK handelt, ist nur eine Vermutung, aber ich habe mal gelesen, dass man aufgrund der Säure in Silikon dieses nicht auf dem Boot verbauen sollte. Nach dem Reinigen des Decks und der Schienen ging es nun an die Arbeit.

Zunächst bekam die Unterseite der Schienen je einen Streifen Karosserieband aufgeklebt.
Nach Entfernung des Trennpapiers drückte ich die Schienen an ihrem angestammten Platz aufs Deck und schraubte die Schrauben wieder durchs GFK.
Nun kam der schwerste Teil (im worteigenen Sinn) der Aktion. Durch das Karosserieband trugen die Schienen mehr auf als zuvor und da das Gewinde der Schrauben eh nicht lang war, waren nun die Gewindeenden kaum greifbar für die Muttern. Nach ewiglanger Fumelei haben alle Muttern nebst Unterlegscheiben wieder ihre ureigenste Aufgabe zu erfüllen, nämlich die Schrauben und somit die oben aufliegenden Schienen an Deck festzuhalten.
Wieder oben angekommen, zeigte sich ein Bild der Verschwendung:
Der Großteil der Masse war beim Anziehen der Schrauben rausgequetscht worden. Also nicht ich vorsichtig mit dem Cuttermesser an den Schienen entlang, um die Masse relativ sauber zu entfernen.


Der Rest wird beim schrubben und polieren des Decks entfernt.
Und wieder ein Punkt abgehakt.

Frohe Ostern!




Samstag, 19. März 2016

Holzaufbereitung

Heute habe ich mir ein paar Holzteile vorgenommen.
Zuerst dachte ich, dass die Handläufe nur ein bisschen angeschliffen und dann frisch lakiert werden mussten. Es zeigte sich aber schnell, dass der Lack zu tief geschädigt ist. Also musste das Stecheisen ran...
Nachdem das Holz in seinen Ursprungszustand gebracht war (fehlt nur noch das Laub), und geschliffen, habe ich der Optik noch ein wenig mit Beize nachgeholfen...
Jetzt fehlt auch hier nur noch der Lack. Wann wird es endlich wärmer? Nur noch 27 Tage bis zum slippen.
Ich muss noch die Fenster einkleben, die Holepunktschienen einkleben, die Kabinenverkleidung anschließend wieder montieren, das Deck und Freibord polieren, den  Namensschriftzug anbringen und das Unterwasserschiff streichen. Viel zu tun!



Samstag, 12. März 2016

Bugkorb

In den letzten Wochen bin ich mit mehren Projekten angefangen, aber nichts ist fertig.
Ich habe die Schränke, das Steckschot für die Backskiste geschliffen, das Steckschot für die Kajüte aufgearbeitet (hier habe ich eine Füllung durch Plexiglas ersetzt) und geschliffen, die Schiffsbeleuchtung repariert und die elektr. Verteilung aufgeräumt. Desweiteren habe ich ein Echolot von Raymarine angeschafft (ST40, Auslaufmodell und aufgrunddessen günstiger) und alles für die Einbau vorbereitet (Bohrungen in Cockpitwand für Anzeigegerät und in Rumpfboden für Geber).
Um alles fertig zu machen, fehlt wärmeres Wetter, damit ich das Sikaflex verbauen kann. 
Aber für den Einbau des  Bugkorbs brauchte ich keine Abdichtung, da die Bohrungen in den kleinen Ankerkasten führen, der nach vorn entwässert.
Im Herbst erstand ich eine komplette Relinganlage bei eBay, welche noch angepasst werden musste, damit sie für die C26 passt.
Die Füße habe ich abgetrennt. Anstelle dessen habe ich mir vorne eine kleine Scheibe und Bolzen aufschweißen lassen, um sie durch das Deck zu stecken. Der ausführende Schlosser arbeitet hauptberuflich in einer Schiffswerft für große Frachtschiffe. Da wir uns über die Dimension der Bolzen nicht verständigt haben, sind die Steckbolzen jetzt in M10 gefertigt. Da das Deck an dieser Stelle sehr dickwandig ist, könnte man den Bugkorb nun auch zum anschlagen beim Kranen nutzen.
Jetzt nur noch die Löcher ins Deck bohren. Es kostete schon Überwindung, 10er Löcher ins Boot zu bohren, aber beim bohren stellte ich fest, dass das Deck an der Stelle besonders dick laminiert ist. Dann passte es auch mit den stabilen Bolzen.
 
Jetzt musste ich nur noch die vorderen Befestigungen festschrauben und schon ging es an die hinteren Halterungen. Hierfür kaufte ich Relingstützen mit 30 Grad Winkelung, damit ich sie seitlich befestigen konnte. Fertig
Dem Edelstahl fehlt noch eine Politur. Aber soweit bin ich noch nicht